Das mit der innerparteilichen Demokratie

Ich glaube, viele Piraten – auch Bundesvorsitzende – haben noch nicht verstanden, wie Parteipolitik funktioniert.

Zwischen verschiedenen konkurrierenden Parteien ist es in der Regel so, dass die Mehrheit ihre Vorstellungen durchsetzt und die Minderheit das Nachsehen hat. Dadurch entsteht die Spaltung zwischen Regierung und Opposition und die lauten, erbitterten Kämpfe zwischen diesen beiden Lagern.

Innerparteiliche Demokratie sollte aber ganz anders funktionieren. Hier ist es das Ziel, einen Kompromiss zu erreichen, den möglichst viele möglichst gut mittragen können. Das Ziel ist nicht die Spaltung der Partei in 2 feindliche Lager und die politische Vernichtung des anderen, sondern ein Konsens, der auch die Positionen der Minderheit berücksichtigt.
Nur so kann eine Partei langfristig überleben und Erfolg haben.

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25 Jahre Mauerfall

Just another Brick in the Wall

Just another Brick in the Wall

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#Lichtgrenze

Gestern, Sonnenuntergang im Mauerpark

Gestern, Sonnenuntergang im Mauerpark

Und plötzlich weißt du: Du hast dein Mauerbild gefunden.

Und plötzlich weißt du: Du hast dein Mauerbild gefunden.

Sonnenuntergang im Mauerpark

Sonnenuntergang im Mauerpark

7999 Luftballons. #Lichtgrenze

7999 Luftballons. #Lichtgrenze

Drüben.

Drüben.

#Lichtgrenze

#Lichtgrenze

Brandenburger Tor. #Lichtgrenze #Mauerfall

Brandenburger Tor. #Lichtgrenze #Mauerfall

#Lichtgrenze am Abgeordnetenhaus. #Mauerfall

#Lichtgrenze am Abgeordnetenhaus. #Mauerfall

(Copyrightdingsi: Wer eins von diesen schönen Fotos haben will, zum Abdrucken oder so, sagt mir bitte Bescheid. metaphora42 ätt gmail dott com)

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Stopp!

„Wenn die Piraten mit einander so umgehen, wie gehen sie dann mit uns (den Wählern) um, wenn wir ihnen Macht geben?“

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Die Leute, die die Piraten als liberale Partei bezeichnen, haben Recht.
Wir vertreten bürgerrechtsliberale Positionen, denn wir wollen ein möglichst freies, selbstbestimmtes Leben für alle ermöglichen. (Was wir nicht wollen ist eine wirtschaftsneoliberale Position, in der eine kleine privilegierte Gruppe sich Freiheit kaufen kann, auf Kosten der Unfreiheit aller anderen.)

Die Leute, die die Piraten als soziale Partei bezeichnen, haben Recht. 
Wir vertreten soziale Positionen, denn wir wollen ein möglichst freies, selbstbestimmtes Leben für alle ermöglichen. (Dadurch, dass wir Mitbestimmung ermöglichen, Barrieren abbauen und soziale Teilhabe für alle fordern.)

Soziale Sicherheit ermöglicht ein freies selbstbestimmtes Leben ja erst und ohne Freiheit ist Demokratie nicht möglich. Beide bedingen sich gegenseitig. Also hört bitte auf, Menschen in Schubladen zu stopfen. Das bringt uns nicht weiter. Wir sind nicht entweder-oder. Wir sind beides.

Ebenso Konsens ist, dass die Piraten sich für Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte einsetzen und deshalb gegen jede Form von Faschismus sind. Und natürlich finden wir Krieg schrecklich, wie jeder normale Mensch.

Aber Menschen Dinge zu unterstellen, von denen man genau weiß, dass sie sie nicht gemeint haben, nennt man in der Rhetorik ein Strohmann-Argument. Diese Form der Auseinanderssetzung ist wenig hilfreich für eine sachliche Diskussion. Persönliche Angriffe übrigens auch nicht. Die verletzen Menschen nur.

Wenn man sich mal die Mühe macht, nachzufragen, wie Menschen zu ihrer Meinung gekommen sind oder wie sie es denn tatsächlich gemeint haben, merkt man oft, dass sie gar nicht so blöd sind, wie man dachte. Man muss die Meinung deswegen nicht teilen. Aber man kann respektvoll mit den Menschen umgehen.

Wir wollen eine bessere Gesellschaft? Offener, toleranter, gerechter, wertschätzender und fürsorglicher? Dann fangen wir verdammt nochmal endlich damit an, sie vorzuleben, zumindest in unserem eigenen kleinen digitalen Biotop.

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Dos and don’uts

Zur Faschingszeit (die anderswo auch Karneval heißt oder vielleicht Fasnet) gehören sie unbedingt dazu: Krapfen. Oder Pfannkuchen, wie der Berliner sacht. (In Pfannkuch heißen die Viecher wahrscheinlich Leerdamer.)

donuts3Kennen Sie ja.

In letzter Zeit schießen in Deutschland allerdings immer mehr Läden aus dem Boden, die eine gefährliche, amerikanische Variante verkaufen.
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sich da, wo eigentlich die Marmelade hin gehört, ein Loch befindet.

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Sie sitzen also gemütlich in einem Café und ahnen nicht, dass Sie durch ein Loch im Gebäck Ihres Tischnachbarn heimlich ausgespäht werden.

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Lassen Sie sich nicht durch den Zuckerguss obendrauf täuschen!
Ich habe in diesem Blog ja schon wiederholt auf die Gefahren getarnter Überwachung hingewiesen.
Und was haben gOOgle, yahOO und facebOOk gemeinsam?
Sehen Sie.
Schützen Sie sich! Achten Sie auf Marmelade! Halten Sie sich von verdächtigen Gebäckstücken fern! Essen Sie Berliner!
Bleiben Sie wachsam.

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Piratenkultur

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Eigentlich wollt ich ja nichts mehr dazu schreiben, aber nur für den Fall, dass das vergessen gegangen ist: Die Piraten haben in Bochum eine geile Liste für die Europawahl zusammengewählt. Ich glaube, wir haben da ein wirklich gutes Team von Leuten, die uns gut repräsentieren werden im Wahlkampf, mit Themen, die sie nach vorne bringen wollen. Jetzt sind wir dran, sie dabei zu supporten.

Und wir haben ein richtig gutes Wahlprogramm: ein klares Profil, kompakt, aber differenziert formuliert. Und dass wir damit tatsächlich als Europäische Partei antreten ist neu. Das ist glaube ich ein Alleinstellungsmerkmal. Find ich super, dass wir damit ernst machen.

Wir sind Aktivisten. Wir sind für andere glaubwürdig, wenn wir leben, was wir predigen. Nur wenn wir selber überzeugt sind von unseren Zielen, werden wir auch andere Leute überzeugen und begeistern.
Unser Ziel ist nicht 3%. Wir brauchen nicht irgendein Wahlprogramm, um Stimmvieh zu fischen. Umgekehrt ist richtig: 3% sind das Mittel, das wir brauchen, um unsere Ziele europaweit in den politischen Prozess einbringen zu können.

Wir Piraten sind eine Partei, die aus einer globalen Kultur entstanden ist: den Erfahrungen mit dem Internet. Viele von uns sind selber noch jung. Für uns ist es selbstverständlich, europäisch und international zu leben und zu denken. Wir wollen nicht zurück in den nationalstaatlichen Partikularinteressen-Mief des letzten Jahrhunderts.

Wir Piraten sind in Deutschland die einzige Partei, die ehrlich sagt, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher, wenn die Generation der heute 20-30jährigen eine lebenswerte Perspektive haben will in Europa. Ewigwährendes Wirtschaftswachstum ist weder realistisch noch die Lösung unserer Probleme.

Wir Piraten sind die einzige Partei, die sich glaubwürdig gegen allgegenwärtige Totalüberwachung wehrt.

Wir Piraten sind die einzige Partei, die das mit der Transparenz und Basisdemokratie ernsthaft erforscht, auch, wenn es ein schmerzhafter Prozess ist, der uns im Moment eher schadet als zu Harmonie und Popularität verhilft. Aber wir wissen, dass diese Auseinandersetzungen und auch die Fehler, die dabei passieren, ein notwendiger Lernprozess sind, um am Ende die bestmögliche praktikable Lösung zu erarbeiten.

Und jetzt doch noch ein Wort zur Deko.

Ponyfahne

Why so seriöslich?

Ich bin ja ein Harmoniemensch und immer sehr dafür, eine praktikable Lösung zu suchen, statt Dinge verbal zu eskalieren.
Ich bin mir sehr sicher, niemand wollte mit irgendeiner Deko Gewalt befürworten. Die Fahne, über die so viel bei Twitter zu lesen war, sollte vermutlich einfach ausdrücken, dass Piraten Nazis doof finden. Um Missverständnissen in Zukunft vorzubeugen, würde ich dafür plädieren, fürs nächste Mal vielleicht eine pirateneigene Piraten-finden-Nazis-doof-Fahne aufzuhängen. Vielleicht könnte die SG Gestaltung da mal was basteln?
(Unabhängig vom Inhalt ist das Problem: Wenn wir die Fahne einer Nichtpiraten-Gruppe erlauben, müssten wir allen Nichtpiraten-Interessengruppen erlauben, ihre Fahnen bei uns aufzuhängen, um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten. Das können wir nicht und das wollen wir nicht. Deswegen würde ich es begrüßen, beim nächsten Parteitag auf Fremdbeflaggung in der Halle zu verzichten.)

Ich fände es aber z.B. richtig schön, Fahnen (oder Plakate) aller europäischen Piratenparteien aufhängen, die an der Europawahl teilnehmen.
Ich wünsche mir überhaupt wieder mehr Piratenfolklore. Seelenlose kahle Messehallen mit Frontalunterricht schaffen eine kalte Arbeitsatmosphäre. (Den Leuten, die zwischen Bremen und Bochum beim 30c3 waren, ist der Unterschied vielleicht besonders aufgestoßen.)

Punkrock

Wir haben eine Allergie entwickelt gegen Flausch und nautische Metaphern, weil die Medien es damit eine Weile übertrieben hatten und wir haben sie ersetzt durch … nichts.
Ich wünsche mir wieder mehr Ponys, mehr LED-Basteleien, mehr Luftballons, mehr individuelle Klamotten, ein öffentliches Bällebad im Foyer. Die Anzüge und Bademäntel der Versammlungsleitung in Bochum waren ein guter Ansatz, damit wir nicht vergessen, dass wir hier Rollen spielen, und um nicht in Gefahr geraten, uns selbst zu ernst zu nehmen.

Ich wünsche mir z.B., dass am 25. Mai ganz viele von uns Selfies mit Handtüchern beim Wählen machen. Deal?

Über die gleichen Dinge zu lachen schafft Vertrautheit und Vertrauen. Das brauchen wir. Und wir müssen aufpassen, dass uns der Spaß an der Sache und die Überzeugung für unsere Ziele nicht verloren gehen.
Weil, kein Mensch wählt Piraten, weil wir die fleißigsten Aktenwälzer sind oder weil wir die längsten Wahlprogrammanträge schreiben.

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Von der Leyen für den Weltfrieden

Der kleine GroKo-Deal steht.
Wir haben gelernt: Die SPD hat 475.000 noch lebende Mitglieder und die Besten der Besten davon werden Minister.
Auch die CDU recycelt Minister, die bereits in der Vergangenheit Großes geleistet haben.
Ursula von der Leyen beispielsweise hat schon einen tollen Plan, wie sie als 1. Verteidigungsministerin Deutschlands  den Weltfrieden herstellen will: Die Bundeswehr stellt einfach in allen Kriegsgebieten diese Schilder auf:

Weltfrieden

Und schon flutscht das mit dem Weltfrieden.

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Bericht vom Bundesparteitag 48.1 der Piratenpartei in Bremen

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Nach einer 14-stündigen TO-Schlacht haben die 133.700 akkreditierten und fernakkreditierten Piraten entschieden, den Zeitreisen-Antrag auch diesmal wieder zu behandeln. Nachdem wir die Entscheidung bei den vergangenen 23  Parteitagen ja jedes Mal vertagt hatten, weil wir noch in der Diskussion darüber waren, ob die Zeitreisen-Technologie inzwischen ausgereift und sicher genug ist und ob wir nur Klarnamens-Zeitreisen erlauben oder auch Avatare mitreisen lassen, hatte wohl schon kaum jemand mehr damit gerechnet.

„Dies ist ein historischer Tag in der mittlerweile 42-jährigen Geschichte der Piratenpartei!“, betonte auch das neugewählte Bundesvorsitzende Sebastian Marina Lauer gegenüber Spiegel-Neuronal. – Die gelungene Klonung und Aufzucht dieses Konsens-Kandidaten ist sicher auch ein großer Erfolg für die Partei, in der zuletzt kriegsähnliche Zustände herrschten: Mitglieder der Bundestagsfraktion hatten sich kürzlich im Plenarsaal gegenseitig mit Nerfguns beschossen und als Ponys beschimpft, was unserem Bild in den Medien sicher enorm geschadet hat.

Nach der inzwischen erfolgten Implementierung der Zeitreisen-Technologie im Parteikontext lässt sich schon jetzt ein positives Fazit ziehen: Diverse Fehler aus der Vergangenheit (beispielsweise die Preise des Caterings beim BPT im Jahre 2013 an gleicher Stelle) konnten bereits erfolgreich korrigiert werden. Dabei scheint den mit der technischen Umsetzung beauftragen Piraten Morlang, Peukert1 und Peukert2 zwar ein kleiner Fehler unterlaufen zu sein und die Partei hängt jetzt in den Jahren 2009 bis 2014 in einer Art Zeitschleife fest. Aber diesen kleinen Bug kriegen wir auch noch gefixt.

Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich für die Zukunft der Partei, zumal wir uns für den Parteitag im nächsten Jahr fest vorgenommen haben, das Konzept für die praktische Umsetzung der 2014 beschlossenen SMV (Ständige MitgliederVersammlung) fertigzustellen und zu beschließen.

Freibeuterdorf_brings

PS: Es gab wieder keine veganen Waffeln. Ich prangere das an.

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