Das mit der innerparteilichen Demokratie

Ich glaube, viele Piraten – auch Bundesvorsitzende – haben noch nicht verstanden, wie Parteipolitik funktioniert.

Zwischen verschiedenen konkurrierenden Parteien ist es in der Regel so, dass die Mehrheit ihre Vorstellungen durchsetzt und die Minderheit das Nachsehen hat. Dadurch entsteht die Spaltung zwischen Regierung und Opposition und die lauten, erbitterten Kämpfe zwischen diesen beiden Lagern.

Innerparteiliche Demokratie sollte aber ganz anders funktionieren. Hier ist es das Ziel, einen Kompromiss zu erreichen, den möglichst viele möglichst gut mittragen können. Das Ziel ist nicht die Spaltung der Partei in 2 feindliche Lager und die politische Vernichtung des anderen, sondern ein Konsens, der auch die Positionen der Minderheit berücksichtigt.
Nur so kann eine Partei langfristig überleben und Erfolg haben.

Posted in Piraten, Politik | Tagged , | Leave a comment

25 Jahre Mauerfall

Just another Brick in the Wall

Just another Brick in the Wall

25JahreMauerfall2kl_metaphora

#Lichtgrenze

Gestern, Sonnenuntergang im Mauerpark

Gestern, Sonnenuntergang im Mauerpark

Und plötzlich weißt du: Du hast dein Mauerbild gefunden.

Und plötzlich weißt du: Du hast dein Mauerbild gefunden.

Sonnenuntergang im Mauerpark

Sonnenuntergang im Mauerpark

7999 Luftballons. #Lichtgrenze

7999 Luftballons. #Lichtgrenze

Drüben.

Drüben.

#Lichtgrenze

#Lichtgrenze

Brandenburger Tor. #Lichtgrenze #Mauerfall

Brandenburger Tor. #Lichtgrenze #Mauerfall

#Lichtgrenze am Abgeordnetenhaus. #Mauerfall

#Lichtgrenze am Abgeordnetenhaus. #Mauerfall

(Copyrightdingsi: Wer eins von diesen schönen Fotos haben will, zum Abdrucken oder so, sagt mir bitte Bescheid. metaphora42 ätt gmail dott com)

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

Stopp!

„Wenn die Piraten mit einander so umgehen, wie gehen sie dann mit uns (den Wählern) um, wenn wir ihnen Macht geben?“

Piratenlpartei_Logo_Flügel

Die Leute, die die Piraten als liberale Partei bezeichnen, haben Recht.
Wir vertreten bürgerrechtsliberale Positionen, denn wir wollen ein möglichst freies, selbstbestimmtes Leben für alle ermöglichen. (Was wir nicht wollen ist eine wirtschaftsneoliberale Position, in der eine kleine privilegierte Gruppe sich Freiheit kaufen kann, auf Kosten der Unfreiheit aller anderen.)

Die Leute, die die Piraten als soziale Partei bezeichnen, haben Recht. 
Wir vertreten soziale Positionen, denn wir wollen ein möglichst freies, selbstbestimmtes Leben für alle ermöglichen. (Dadurch, dass wir Mitbestimmung ermöglichen, Barrieren abbauen und soziale Teilhabe für alle fordern.)

Soziale Sicherheit ermöglicht ein freies selbstbestimmtes Leben ja erst und ohne Freiheit ist Demokratie nicht möglich. Beide bedingen sich gegenseitig. Also hört bitte auf, Menschen in Schubladen zu stopfen. Das bringt uns nicht weiter. Wir sind nicht entweder-oder. Wir sind beides.

Ebenso Konsens ist, dass die Piraten sich für Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte einsetzen und deshalb gegen jede Form von Faschismus sind. Und natürlich finden wir Krieg schrecklich, wie jeder normale Mensch.

Aber Menschen Dinge zu unterstellen, von denen man genau weiß, dass sie sie nicht gemeint haben, nennt man in der Rhetorik ein Strohmann-Argument. Diese Form der Auseinanderssetzung ist wenig hilfreich für eine sachliche Diskussion. Persönliche Angriffe übrigens auch nicht. Die verletzen Menschen nur.

Wenn man sich mal die Mühe macht, nachzufragen, wie Menschen zu ihrer Meinung gekommen sind oder wie sie es denn tatsächlich gemeint haben, merkt man oft, dass sie gar nicht so blöd sind, wie man dachte. Man muss die Meinung deswegen nicht teilen. Aber man kann respektvoll mit den Menschen umgehen.

Wir wollen eine bessere Gesellschaft? Offener, toleranter, gerechter, wertschätzender und fürsorglicher? Dann fangen wir verdammt nochmal endlich damit an, sie vorzuleben, zumindest in unserem eigenen kleinen digitalen Biotop.

Posted in Piraten, Politik, Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Dos and don’uts

Zur Faschingszeit (die anderswo auch Karneval heißt oder vielleicht Fasnet) gehören sie unbedingt dazu: Krapfen. Oder Pfannkuchen, wie der Berliner sacht. (In Pfannkuch heißen die Viecher wahrscheinlich Leerdamer.)

donuts3Kennen Sie ja.

In letzter Zeit schießen in Deutschland allerdings immer mehr Läden aus dem Boden, die eine gefährliche, amerikanische Variante verkaufen.
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sich da, wo eigentlich die Marmelade hin gehört, ein Loch befindet.

donuts1

Sie sitzen also gemütlich in einem Café und ahnen nicht, dass Sie durch ein Loch im Gebäck Ihres Tischnachbarn heimlich ausgespäht werden.

donuts2

Lassen Sie sich nicht durch den Zuckerguss obendrauf täuschen!
Ich habe in diesem Blog ja schon wiederholt auf die Gefahren getarnter Überwachung hingewiesen.
Und was haben gOOgle, yahOO und facebOOk gemeinsam?
Sehen Sie.
Schützen Sie sich! Achten Sie auf Marmelade! Halten Sie sich von verdächtigen Gebäckstücken fern! Essen Sie Berliner!
Bleiben Sie wachsam.

Posted in Piraten, Satire, Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Piratenkultur

BPT141
Eigentlich wollt ich ja nichts mehr dazu schreiben, aber nur für den Fall, dass das vergessen gegangen ist: Die Piraten haben in Bochum eine geile Liste für die Europawahl zusammengewählt. Ich glaube, wir haben da ein wirklich gutes Team von Leuten, die uns gut repräsentieren werden im Wahlkampf, mit Themen, die sie nach vorne bringen wollen. Jetzt sind wir dran, sie dabei zu supporten.

Und wir haben ein richtig gutes Wahlprogramm: ein klares Profil, kompakt, aber differenziert formuliert. Und dass wir damit tatsächlich als Europäische Partei antreten ist neu. Das ist glaube ich ein Alleinstellungsmerkmal. Find ich super, dass wir damit ernst machen.

Wir sind Aktivisten. Wir sind für andere glaubwürdig, wenn wir leben, was wir predigen. Nur wenn wir selber überzeugt sind von unseren Zielen, werden wir auch andere Leute überzeugen und begeistern.
Unser Ziel ist nicht 3%. Wir brauchen nicht irgendein Wahlprogramm, um Stimmvieh zu fischen. Umgekehrt ist richtig: 3% sind das Mittel, das wir brauchen, um unsere Ziele europaweit in den politischen Prozess einbringen zu können.

Wir Piraten sind eine Partei, die aus einer globalen Kultur entstanden ist: den Erfahrungen mit dem Internet. Viele von uns sind selber noch jung. Für uns ist es selbstverständlich, europäisch und international zu leben und zu denken. Wir wollen nicht zurück in den nationalstaatlichen Partikularinteressen-Mief des letzten Jahrhunderts.

Wir Piraten sind in Deutschland die einzige Partei, die ehrlich sagt, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher, wenn die Generation der heute 20-30jährigen eine lebenswerte Perspektive haben will in Europa. Ewigwährendes Wirtschaftswachstum ist weder realistisch noch die Lösung unserer Probleme.

Wir Piraten sind die einzige Partei, die sich glaubwürdig gegen allgegenwärtige Totalüberwachung wehrt.

Wir Piraten sind die einzige Partei, die das mit der Transparenz und Basisdemokratie ernsthaft erforscht, auch, wenn es ein schmerzhafter Prozess ist, der uns im Moment eher schadet als zu Harmonie und Popularität verhilft. Aber wir wissen, dass diese Auseinandersetzungen und auch die Fehler, die dabei passieren, ein notwendiger Lernprozess sind, um am Ende die bestmögliche praktikable Lösung zu erarbeiten.

Und jetzt doch noch ein Wort zur Deko.

Ponyfahne

Why so seriöslich?

Ich bin ja ein Harmoniemensch und immer sehr dafür, eine praktikable Lösung zu suchen, statt Dinge verbal zu eskalieren.
Ich bin mir sehr sicher, niemand wollte mit irgendeiner Deko Gewalt befürworten. Die Fahne, über die so viel bei Twitter zu lesen war, sollte vermutlich einfach ausdrücken, dass Piraten Nazis doof finden. Um Missverständnissen in Zukunft vorzubeugen, würde ich dafür plädieren, fürs nächste Mal vielleicht eine pirateneigene Piraten-finden-Nazis-doof-Fahne aufzuhängen. Vielleicht könnte die SG Gestaltung da mal was basteln?
(Unabhängig vom Inhalt ist das Problem: Wenn wir die Fahne einer Nichtpiraten-Gruppe erlauben, müssten wir allen Nichtpiraten-Interessengruppen erlauben, ihre Fahnen bei uns aufzuhängen, um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten. Das können wir nicht und das wollen wir nicht. Deswegen würde ich es begrüßen, beim nächsten Parteitag auf Fremdbeflaggung in der Halle zu verzichten.)

Ich fände es aber z.B. richtig schön, Fahnen (oder Plakate) aller europäischen Piratenparteien aufhängen, die an der Europawahl teilnehmen.
Ich wünsche mir überhaupt wieder mehr Piratenfolklore. Seelenlose kahle Messehallen mit Frontalunterricht schaffen eine kalte Arbeitsatmosphäre. (Den Leuten, die zwischen Bremen und Bochum beim 30c3 waren, ist der Unterschied vielleicht besonders aufgestoßen.)

Punkrock

Wir haben eine Allergie entwickelt gegen Flausch und nautische Metaphern, weil die Medien es damit eine Weile übertrieben hatten und wir haben sie ersetzt durch … nichts.
Ich wünsche mir wieder mehr Ponys, mehr LED-Basteleien, mehr Luftballons, mehr individuelle Klamotten, ein öffentliches Bällebad im Foyer. Die Anzüge und Bademäntel der Versammlungsleitung in Bochum waren ein guter Ansatz, damit wir nicht vergessen, dass wir hier Rollen spielen, und um nicht in Gefahr geraten, uns selbst zu ernst zu nehmen.

Ich wünsche mir z.B., dass am 25. Mai ganz viele von uns Selfies mit Handtüchern beim Wählen machen. Deal?

Über die gleichen Dinge zu lachen schafft Vertrautheit und Vertrauen. Das brauchen wir. Und wir müssen aufpassen, dass uns der Spaß an der Sache und die Überzeugung für unsere Ziele nicht verloren gehen.
Weil, kein Mensch wählt Piraten, weil wir die fleißigsten Aktenwälzer sind oder weil wir die längsten Wahlprogrammanträge schreiben.

Posted in Piraten, Politik, Uncategorized | Tagged , , , , , , , | 1 Comment

Von der Leyen für den Weltfrieden

Der kleine GroKo-Deal steht.
Wir haben gelernt: Die SPD hat 475.000 noch lebende Mitglieder und die Besten der Besten davon werden Minister.
Auch die CDU recycelt Minister, die bereits in der Vergangenheit Großes geleistet haben.
Ursula von der Leyen beispielsweise hat schon einen tollen Plan, wie sie als 1. Verteidigungsministerin Deutschlands  den Weltfrieden herstellen will: Die Bundeswehr stellt einfach in allen Kriegsgebieten diese Schilder auf:

Weltfrieden

Und schon flutscht das mit dem Weltfrieden.

Posted in Piraten, Politik, Satire | Tagged , , , | Leave a comment

Bericht vom Bundesparteitag 48.1 der Piratenpartei in Bremen

IMG_5418

Nach einer 14-stündigen TO-Schlacht haben die 133.700 akkreditierten und fernakkreditierten Piraten entschieden, den Zeitreisen-Antrag auch diesmal wieder zu behandeln. Nachdem wir die Entscheidung bei den vergangenen 23  Parteitagen ja jedes Mal vertagt hatten, weil wir noch in der Diskussion darüber waren, ob die Zeitreisen-Technologie inzwischen ausgereift und sicher genug ist und ob wir nur Klarnamens-Zeitreisen erlauben oder auch Avatare mitreisen lassen, hatte wohl schon kaum jemand mehr damit gerechnet.

„Dies ist ein historischer Tag in der mittlerweile 42-jährigen Geschichte der Piratenpartei!“, betonte auch das neugewählte Bundesvorsitzende Sebastian Marina Lauer gegenüber Spiegel-Neuronal. – Die gelungene Klonung und Aufzucht dieses Konsens-Kandidaten ist sicher auch ein großer Erfolg für die Partei, in der zuletzt kriegsähnliche Zustände herrschten: Mitglieder der Bundestagsfraktion hatten sich kürzlich im Plenarsaal gegenseitig mit Nerfguns beschossen und als Ponys beschimpft, was unserem Bild in den Medien sicher enorm geschadet hat.

Nach der inzwischen erfolgten Implementierung der Zeitreisen-Technologie im Parteikontext lässt sich schon jetzt ein positives Fazit ziehen: Diverse Fehler aus der Vergangenheit (beispielsweise die Preise des Caterings beim BPT im Jahre 2013 an gleicher Stelle) konnten bereits erfolgreich korrigiert werden. Dabei scheint den mit der technischen Umsetzung beauftragen Piraten Morlang, Peukert1 und Peukert2 zwar ein kleiner Fehler unterlaufen zu sein und die Partei hängt jetzt in den Jahren 2009 bis 2014 in einer Art Zeitschleife fest. Aber diesen kleinen Bug kriegen wir auch noch gefixt.

Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich für die Zukunft der Partei, zumal wir uns für den Parteitag im nächsten Jahr fest vorgenommen haben, das Konzept für die praktische Umsetzung der 2014 beschlossenen SMV (Ständige MitgliederVersammlung) fertigzustellen und zu beschließen.

Freibeuterdorf_brings

PS: Es gab wieder keine veganen Waffeln. Ich prangere das an.

Posted in Piraten, Politik, Satire | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Wofür stehen eigentlich die Piraten?

1. Piraten stehen für Datenschutz, Informationsfreiheit und ein freies Netz.

Das Internet hat unser Leben unumkehrbar verändert, neue Arbeits- und  Spielfelder geschaffen, die Wirtschaft globaler und die Kommunikation schneller und öffentlicher gemacht. Wir brauchen eine Partei, die in diesen Veränderungen nicht nur Risiken und Gefahren sieht, sondern vor allem Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die es auszuprobieren und auszubauen gilt, wenn Deutschland den Anschluss nicht verpassen will.
Durch das Internet haben wir weltweit so viel Wissen zur Verfügung wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Jeder kann dazu beitragen und jeder kann davon profitieren. Das ist großartig. Die Freiheit, das Internet zu nutzen und uns dieses Wissens zu bedienen, wollen wir schützen. Wir wollen ein Internet, das frei ist von Zensur, und in dem Menschen weltweit ihre Gedanken austauschen können. 
Das im Grundgesetz garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung muss auch im Internet gelten.
 Dazu gehört auch, die Privatsphäre der Bürger im Netz zu schützen vor unverhältnismäßigen staatlichen Überwachungsmaßnahmen (PRISM, TEMPORA, Staatstrojaner, Bestandsdatenauskunft) und vor der ungewollten kommerziellen Nutzung privater Daten durch profitorientierte Unternehmen.
-> Daten brauchen Schutz, nicht Überwachung!

2. Piraten stehen für Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung in der Politik. 
Alle vier Jahre ein Kreuz zu machen ist uns zu wenig. Echte Demokratie heißt für uns, dass die Bürger ein Mitspracherecht haben in den Angelegenheiten, die sie betreffen – von der Gemeinde bis zur EU. Deshalb wollen wir direkte Demokratie fördern, z.B. durch Volksabstimmungen auf  Bundesebene und Bürgerentscheide auf EU-Ebene. Wir wünschen uns eine rechtzeitige Einbindung der Bürger in die Entscheidung über Großbauprojekte, die aus Steuermitteln finanziert werden. Wir wollen keine „alternativlose“ oder „Basta!“-Politik mehr.
-> Stell dir vor, du wirst gefragt!

3. Piraten stehen für Transparenz.
Echte Demokratie braucht informierte, mündige Bürger. Sie ist nur möglich, wenn alle nachvollziehen können, wie Gesetze zustande kommen. Geheimverträge und undurchsichtige Einflussnahmen von Lobbyisten gefährden das Vertrauen in die Politik. Wer wirkt an Entscheidungen mit? Wer zieht daraus einen Nutzen? Wir wollen wissen, wer unsere Gesetze schreibt und wer von politischen Entscheidungen profitiert. 
Wir setzen uns ein für mehr Transparenz bei politischen Entscheidungsprozessen. Wir wollen, dass Abgeordnete ihre Nebeneinkünfte offenlegen müssen. Und wir fordern freien Zugang zu amtlichen Informationen von Behörden (Informationsfreiheitsgesetz) und Nachvollziehbarkeit bei Entscheidungen und Verträgen der öffentlichen Hand (Open Government).
-> Transparenter Staat statt gläserner Bürger!

4. Piraten stehen für Freiheit.
Kultur ist ein Prozess in stetigem gesellschaftlichen Wandel. Neue Technologien und kultureller Austausch bringen neue Lebensmodelle hervor, alte Dogmen weichen neuen Einsichten. Menschen kopieren Vorhandenes, verbessern es, fügen Neues hinzu, geben es weiter. Das ermöglicht Entwicklung für den einzelnen und für die Gesellschaft als Ganze.
Die möglichst freie Entfaltung aller Menschen ist uns wichtig. Menschen- und Bürgerrechte dürfen nicht unnötig oder unverhältnismäßig eingeschränkt werden.
Familie ist, wo Menschen sich um einander kümmern und Verantwortung für einander übernehmen, egal welches Geschlecht sie haben und welche Lebens- und Liebesform sie wählen. Wir wollen die Diskriminierung von Menschen abbauen, die nicht den überkommenen Rollennormen des letzten Jahrhunderts entsprechen. Wir haben verstanden, dass es normal und bereichernd ist, unterschiedlich zu sein.
Cannabis-Konsumenten zu kriminalisieren und zu verfolgen, während der Staat bei den Drogen Nikotin und Alkohol kräftig mitkassiert, ist nicht nachvollziehbar. Wir fordern eine Neubewertung und Neuorientierung in der Drogenpolitik.
-> Aufbrechen. Klarmachen. Ändern!

5. Piraten stehen für Teilhabe.
Freiheit braucht Sicherheit. Die Sicherheit, dass ein Jobwechsel, der Schritt in die berufliche Selbständigkeit oder die Entscheidung, Kinder zu bekommen, nicht die Existenzgrundlage gefährden. Das Grundgesetz garantiert die Menschenwürde und Menschenrechte. Wir PIRATEN nehmen das ernst. Eine menschenwürdige Existenz und soziale und kulturelle Teilhabe darf nicht an bezahlte Erwerbsarbeit gekoppelt sein – schon allein deswegen, weil es bald nicht mehr genug gut bezahlte Jobs für alle geben wird. Deswegen fordern wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Es schafft die Freiheit, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse abzulehnen. Wer Kinder erzieht, Eltern pflegt und sich ehrenamtlich engagiert ist ein Leistungsträger der Gesellschaft. Die heutige Generation der 30-jährigen, die sich von Praktikum zu Projekt und von Nebenjob zu prekärer befristeter Arbeitsstelle hangelt, darf nicht zur Generation Altersarmut werden. Wir fordern deswegen einen gesetzlichen Mindestlohn, der nicht nur die Existenz sichert, sondern gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und eine grundlegende zukunftsgerichtete Reform des gesetzlichen Rentensystems.
Bildung ist der wichtigste Schlüssel zur Entwicklung und Lebensgestaltung. Allen Kindern müssen deswegen von Anfang an gleiche Bildungschancen kostenfrei offenstehen. Künstliche Barrieren wie die Selektion nach dem Bildungsgrad und dem Geldbeutel der Eltern sind abzubauen.
Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxusgut werden. Ein fahrscheinloser umlagefinanzierter Nahverkehr ermöglicht Mobilität für alle. Lebenswichtige Infrastrukturen und Güter (Wasser, Energie, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Bildungssystem) dürfen wir nicht allein dem freien Markt überlassen, und schon gar nicht einigen marktbeherrschenden Monopolisten. Wir setzen uns ein für die nachhaltige Nutzung gemeinsamer Ressourcen (Commons) und für das im Grundgesetz verbürgte Menschenrecht  auf diese Lebensgrundlagen.
PIRATEN wollen die Menschen nicht gängeln, sondern ihnen eine sichere Lebensgrundlage ermöglichen, die eine menschenwürdige Existenz sichert, um ihnen die Freiheit geben, ihr Leben ohne Existenzangst zu gestalten.
Das gilt auch für Europa. Existenzbedrohende Sozialkürzungen sind genauso wenig die Lösung der Eurokrise wie der Glaube an ewiges Wachstum oder der rückwärtsgewandte Rückzug in nationalstaatliche Partikularinteressen. Die junge Generation, die anderswo in Europa noch viel stärker als bei uns von der Krise betroffen ist, darf nicht alle Folgen und Lasten aufgebürdet bekommen, während die Verursacher und Profiteure der Krise ungeschoren bleiben. Es geht darum, demokratisch Verantwortung zu übernehmen für unsere gemeinsame Zukunft.
-> Du bist systemrelevant.

Die PIRATEN stehen für mehr Transparenz in der Politik und für die Ermöglichung der aktiven Teilhabe daran. Wir wollen, dass Bürger in Angelegenheiten, die sie betreffen, mitreden und mitentscheiden. Und wir entwickeln neue Technologien, um diese Mitbestimmung zu ermöglichen.
 
Ob Euro-Dauerkrise, wachsende soziale Ungleichheit, demografischer Wandel oder Klima – die etablierten Parteien lösen die drängenden Probleme des 21. Jahrhunderts nicht, sondern versuchen, sie auszusitzen und zu verwalten. Parteien, die nur bis zur nächsten Wahl denken und auf immerwährendes Wachstum setzen statt auf Ressourcenschonung und gerechtere Verteilung, verspielen die Zukunft der künftigen  Generationen. Wir wollen auch der jüngeren Generation eine Stimme geben, weil sie in den etablierten Parteien zu selten gehört wird.

Wir PIRATEN haben eine Vision. Wir sind die, die den Mut haben, Gesellschaft im 21. Jahrhundert neu zu denken: freier, gerechter, solidarischer, toleranter, digitaler. Eine Gesellschaft, die allen Menschen Mitbestimmung und soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ohne Existenzangst ermöglicht. Und wir verteidigen das Internet  als unseren freien, sozialen Lebensraum.

Wir machen Dir keine leeren Versprechungen. Wir sind Wegbereiter für etwas Neues, wir  werden unseren Weg selbst erstmal durch den Dschungel schlagen müssen. Bestehendes in Frage stellen, neue Wege ausprobieren. Fehler machen, stolpern, wieder aufstehen und weitermachen. Was neu ist, stößt auf Widerstand, das ist normal. Krisenzeiten, in denen alles so unsicher erscheint, machen Menschen Angst, die von Populisten instrumentalisiert wird.
Wir setzen Mut zur Freiheit gegen die Angst.
Wir wollen dir beweisen, dass wir es wert sind, dass du uns eine Chance gibst.*)

———–
Text: “Bundesflyer” (Director’s Cut)

Posted in Piraten, Politik, Uncategorized | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

NEU: Das Überwachungsei

Überwachungsei3

Spanner, Spitzel und Spionade!

Posted in Piraten, Politik, Satire | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Wie Sie sich gegen PRISM, TEMPORA, BDA und Co schützen

Gehören Sie auch zu den Leuten, die diese Piraten mit ihrem Datenschutzfimmel für paranoide Spinner gehalten haben bis vor 2 Wochen? Und nun kommt raus, dass alle möglichen Geheimdienste Milliarden von Emails, SMSen, Telefongesprächen und Verbindungsdaten abgreifen und auswerten!

Aber wer sich in diesem Neuland herumtreibt, ist schließlich selber Schuld, wenn der Staat auf ihn aufpassen muss. Manchmal müssen sogar befreundete Staaten auf die Politiker anderer Staaten aufpassen.

Ludwig Greven empfiehlt deswegen in der ZEIT, einfach mal in den Wald zu gehen, wenn Sie über private Dinge sprechen möchten ohne belauscht zu werden: “Wer private Dinge privat halten will, sollte (…) gegebenenfalls auf Internet oder Telefon verzichten. (…) In der DDR gingen Menschen, die sich unbeobachtet von der Stasi unterhalten wollten, in den Wald oder in einen Park und sprachen unter vier Augen miteinander.”

Viele deutsche Bürger, wahrscheinlich mehrheitlich Terroristen, beherzigen den guten Rat offenbar bereits. Das Wald war gestern jedenfalls total zugeparkt.

Autos

Und das trotz eher mäßig attraktiven Sommerwetters.
Wolken_prism

Hier gibt es sogar bereits einen Waldkindergarten
Kindergartenin dem schon Dreijährige, die noch gar nicht twittern und mailen können, Medienkompetenz beigebracht kriegen: Nur im Wald darf die Lena dem Torben ungestört sagen, dass die Laura eine Zimmelzicke ist und die Marie dem Maximilian, dass ihre Mutti die linkse Battei wählt.

Wahrscheinlich bald verbotene Bücher
Bücher_prismwerden bereits in Baumstämmen versteckt.

Und Ihre privaten Daten lagern Sie künftig wohl auch besser auf dieser garantiert sicheren Datenbank als bei Facebook.
Bank_prism

Aber Vorsicht: Auch im analogen Wald spitzelt die NSA möglicherweise schon mit.
Löcher

Also wenn Sie so ein komisches Gefühl haben, dass Sie beobachtet werden …
Schlange_prismachten Sie auch bei vertraulichen Waldspaziergängen auf Ihre Umgebung!

Bleiben Sie wachsam.

Posted in Piraten, Politik, Satire, Uncategorized | Tagged , , , , , , , | Leave a comment